Es freut mich, dass Sie sich für meine VHS Kurse interessieren.
Etwas Geschichte
Seit frühester Jugend, ich denke ich war 14 oder 15 Jahre alt, beschäftige ich mich mit Elektronik. Es begann mit einfachen Schaltungen mit Transistoren, OpAmps, TTL- und CMOS-ICs. Später, als die Schaltungen aufwendiger wurden begann ich damit, Platinen selbst zu ätzen. Anfangs mit Eisen-(III)-chlorid und später mit Natriumpersulfat.
Messgeräte oder HiFi Verstärker konnte man sich damals noch nicht leisten. Also mussten Bausätze von ELV, Oppermann oder Conrad her. So war mein erstes Tischmultimeter ein Bausatz von ELV mit einem Intersil ICL7107 - welches übrigens noch heute zu meinem Messgerätepark gehört. Da es noch kein Internet gab, waren Elektonikzeitschriften, z.B. Elektor und ELV Journal, oder auch Kataloge, z.B. der Oppermann oder Conrad Katalog, unsere Info-Quelle. Der Rest war learning-by-doing. Dazu gehörte auch das Reparieren von elektronischen Geräten wie Auto-Radios, Kassettenrecorder oder HiFi-Komponenten.
Wir waren eine Gruppe von Elektronik-begeisterten Jungs. Wir, das waren u. a. mein Bruder Frank, Fossie, Pitchen und Tom. Unsere Elektronik-Bauteile konnten wir noch im Laden kaufen. So war unser erster Anlaufpunkt "der Bosch" - Lutwin Bosch Elektronik - hier in Dillingen. Dort bekamen wir alle Bauteile die wir zur Realisierung unserer Ideen benötigten. Und bei Fragen hatten Lutwin und sein Bruder Elmar immer einen Tipp parart. Zum Minninger nach Saarlouis ging es dann, wenn es um CB (Citizen Band) Funk ging. Und ja - es gab noch mehr Elektronik-Läden, z.B. Bolz und später Conrad in Saarbrücken.
Damals war noch nicht an Computer oder μ-Controller zu denken. Diese Zeit begann bei mir mit den 80er Jahren. Erst war es ein Sinclair ZX-81 Computer der in BASIC programmiert wurde. Um ihn programmieren zu können, besuchte ich einen BASIC-Kurs bei der VHS Dillingen. Später, während der Ausbildung zum Mess- und Regelmechaniker bei der Dillinger Hütte, kam ein Commore C64 mit Simons-Basic Modul hinzu. Das Highlight war dann ein "AT-kompatibler" PC mit 640 KB Speicher und 2,4MB RAM-Disk, einer 20MB RLL-formierten HardDisk, einer EGA Grafik-Karte und einem 5 1/4" Zoll Floppy Disk zum Preis von 6.400 DM 😱 Diesen "verdiente" ich mir während meines Studiums als Ferienarbeiter bei der Dillinger Hütte.
Während meines Studiums der Elektrotechnik-Automatisierungstechnik an der ehemaligen Fachhochschule des Saarlandes (FHdS) rückte die Software-Entwicklung in den Vordergrund. Meine Professoren, Prof. Dr. Kamp und Prof. Dr. Wenner, legten einen Schwerpunkt ihrer Vorlesungen auf das Software-Engineering. So wandelten wir mechanische Messgrößen in elektrische Singnal um und erfassten sie mit PC's. Die Software dafür mussten wir natürlich selbst schreiben.
Wie es begann
Seit 1999 bin ich als Dozent bei der VHS tätig. Es begann mit Java-Kursen unterschiedlichen Levels und seit 2025 biete ich zwei Raspberry Pi Pico 2W Kurse an.
Hier beginnt die Idee für meine Kurse
Ich möchte...
- interessierten Menschen dieses spannende Thema näher bringen
- ihnen Hintergrundwissen vermitteln
- den Einstieg in die Welt der μ-Controller, Software-Entwicklung, Sensoren, Bus-Systeme, ... erleichtern
- zeigen, wie man Messdaten im SmartHome oder IoT (Internet-of-Things) visualisieren kann
... mein Wissen weitergeben.
Warum Raspberry Pi Pico 2W
Für ca. 8,50€ bekommt man einen Raspberry Pi Pico 2W. Zu dem Preis bietet dieser μ-Controller:
- 26 universelle GPIO-Pins, einschließlich 4 ADC-fähigen Pins
- 24 PWM Kanäle
- verschieden Bus-Systeme (UART, I2C, SPI, 1-Wire)
- WLAN und Bluetooth
- und vieles mehr...
- Programmiert wird der Raspberry Pi Pico 2W in C, C++ oder MicroPython
Im Vergleich zu C oder C++ ist MicroPython einfacher zu programmieren und erleichert somit den Einstieg in die Hardware-nahe Softwareentwicklung
Mit dem Grove System bietet Seeed Studio Module (Taster, Schalter, Sensoren, Aktoren, Dsiplays,...) an welche sehr einfach mittels 4-adrigem Kabel mit dem Raspberry Pi Pico 2W verbunden werden können.
Diese System setze ich auch in meinen Kursen ein, da es Verkabelungsfehler (fast 😉) ausschliesst.